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Das Medienopfersyndrom

München; Basel: Ernst Reinhardt Verlag (2007), 157 pp.

Contains bibliogr. pp. 151-153

ISBN 978-3-497-01929-8

Signature commbox: 10-General-G 2007

"Viele Menschen genießen es, im Rampenlicht zu stehen und die Aufmerksamkeit der Medien auf sich zu ziehen. Manchmal macht Öffentlichkeit aber auch krank: Dann spricht man vom sog. Medienopfersyndrom, das sich u.a. in Angstzuständen, Selbstwertverlust, Hilflosigkeit, Isolation oder Fluchtfantasien äußert. Der Autor beschreibt, wann Menschen zum Opfer der Medien werden können: z.B. bei medialem Pranger, Überwachung, Stigmatisierung oder Gerüchtebildung. Er analysiert die Verletzungsmechanismen der Medien und arbeitet zehn Kategorien von Medienopfern heraus: Mag im einen Fall die ständige Ignorierung (z.B. bei einer politischen Wahl) schaden, so kann im anderen die ständige Überwachung (z.B. eines Prominenten durch Paparazzi) krank machen. Gezeigt wird außerdem, wie man sich gegen Medienaggressivität schützt und wie Psychotherapie Medienopfern helfen kann. Anschauliche Fallbeispiele aus der eigenen Praxis, dem öffentlichen Leben und ein Vorschlag für medienethische Richtlinien runden das Buch ab." (Verlagsbeschreibung)
I. FAKTOREN DER ÖFFENTLICHKEIT, 10
Der mediale Pranger -- Die Überwachung -- Stigma -- Das Gerücht -- Der Drang ins Rampenlicht -- Mobbing -- Prominenz -- Die Wandlung des Medienstils
II. DAS MEDIENOPFERSYNDROM, 26
Kategorien der Medienopfer (Paparazziopfer, Outingopfer, Falschdarstellungsopfer, Instrumentalisierungsopfer, Ignorierungsopfer, Desorientierungsopfer u.a.) -- Das Medienopfersyndrom MOS -- Öffentlichkeit als Belastung -- Abwehr der Medienaggressivität -- Prophylaxe -- Behandlung des Medienopfersyndroms -- Gebote für Medienschaffende
III. HISTORISCHE MEDIENSKANDALE, 93
Der Fall Borer 2002 -- Die Kießling-Affäre 1983-84 -- Die Harden-Eulenburg-Affäre 1907-09 -- Ein Pressemord vor 120 Jahren: der Selbstmord des designierten Bundespräsidenten Anderwert 1880
IV. HEINRICH BÖLLS KATHARINA BLUM UND DAS MEDIENOPFERSYNDROM, 128
V. MEDIENETHIK AUS DER PERSPEKTIVE DER MEDIENOPFER, 145